Springe zum Seiteninhalt

Engagement & Aktivismus

Daumen hoch für grüne Daumen!

Sicher kennst du das: Wenn es im Frühling überall grünt und blüht, steigt die Lust in der Erde zu wühlen, Samen zu streuen oder Pflanzen einzusetzen.

Fensterbank oder Balkonkistl

Naschst du im Sommer gerne frisch gepflückte Erdbeeren oder Cocktailtomaten? Viele Früchte gedeihen problemlos auf Balkon oder Terrasse, für manche genügt sogar eine sonnige Fensterbank. 

Damit du möglichst bald und ohne großen Aufwand erste Früchte ernten kannst, solltest du geeignete Pflanzen auswählen. Für die erste Aussaat eignen sich besonders Radieschen, Pflücksalat, Zuckererbse oder Bohnen. Wähle je nach Vorliebe aus, aber beachte, wo die Pflanzen hinwachsen können: Bohnen brauchen mehr Platz als Radieschen. 

Du umgibts dich am liebsten mit Blumen? Es gibt essbare Blüten, die nicht nur schön ausschauen, sondern auch Würze in deinen Salat bringen oder sich als Deko für ein schönes Essen eignen. Die sonnengelbe Studentenblume ist hübsch und pflegeleicht. Das gilt auch für die orange-gelbe Ringelblume und für Gänseblümchen.

Saatgut und Jungpflanzen gibt es im Frühling im Gartencenter und auch in vielen Supermärkten. Eine günstige, sinnvolle und nachhaltige Alternative dazu sind Pflanzentauschbörsen. Vielleicht findest du sogar eine in deiner Nähe. Infos gibt es unter

www.gbstern.at .

Garteln ums Eck

Wenn du mehr machen möchtest, als den Kresse-Igel am Fensterbrett oder Erdbeeren und Blumen im Balkonkistl anzubauen, dann solltest du dich mit Gleichgesinnten vernetzen.

In Wien kannst du eine Patenschaft für eine Baumscheibe oder für Freiflächen bis zu 50m2 übernehmen. Die Fläche dürft ihr frei gestalten. So entsteht in deiner Nähe eine kleine Naturoase und Bienenweide zur Freude der Bewohner_innen. Infos und Tipps zur Pflege einer Baumscheibe gibt es bei www.gbstern.at 

Viele Infos und Einblicke in die Welt der Pflanzen bietet auch die Grüne Schule im Botanischen Garten: 
grueneschule.univie.ac.at 

Guerilla Gardening - was ist das?

Sicher hast du schon einmal von Guerilla Gardening gehört. Zu Beginn war Guerilla Gardening mehr politischer Protest und Kunstaktion als schlichtes Garteln im urbanen Raum. Politisch motivierte Guerilla Gärtner_innen machten ihren Protest mit Hilfe von Samenbomben (Kugeln aus Erde/Kompost, Ton und Samen) sichtbar. So entstanden Überraschungspflanzungen an ungewöhnlichen - und unerlaubten - Orten. Die Aktivist_innen wollten auf den Einsatz von Gentechnik hinweisen und mehr Grün im öffentlichen Raum bewirken. 

In Wien ist 2010 ein Guerilla-Gemeinschaftsgarten entstanden: der Längenfeldgarten. Eine triste Rasenfläche wurde einfach umgegraben und bepflanzt. Den Garten gibt es noch immer. Du kannst einfach vorbeikommen und mitmachen.

Alle Infos zu diesem und vielen weiteren Gemeinschaftsgärten und eine eigene Gartenkarte findest du hier: 

www.gartenpolylog.org 

Von Seedbombs zu Seedballs

Heute werden Seedbombs oder Samenbälle oft schon in der Schule oder als Geschenk gebastelt und Guerilla Gardening hat sich zu Urban Gardening weiterentwickelt. In Wien gibt es mittlerweile viele offene Projekte und Initiativen, an denen du dich beteiligen kannst. 

Im Naschgarten im 21. Bezirk kann jeder vorbeikommen und mithelfen oder auch einfach nur naschen. Der Garten liegt auf einem ehemaligen Gemüsefeld und gilt als Gemeingut. Alle sind eingeladen, den öffentlichen Freiraum zu pflegen und zu nutzen. Melde dich für nähere Infos: gb21@gbstern.at 

Im 22. Bezirk gibt es den Gemeinschaftshof Kleine Stadt Farm - bei den Mitmachtagen kannst du am Welt Teller Feld in der Erde wühlen und Pflanzen setzen. www.welttellerfeld.at 

Die Stadt Wien hilf auch bei der Gründung von Gemeinschafts-Gärten, die du mit Familie und Freund_innen bearbeiten kannst. Je nach Lust und Laune und Zeitaufwand gibt es also ziemlich viele Möglichkeiten, in der Stadt zu gärtnern. 

Also, worauf wartest du noch? Mach deine Daumen grün!