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Medien & Journalismus

Die Unzufriedenen - eine Rezension

Im Rahmen der Frish.-Jugendredaktion war ich bei der Lesung „Die Unzufriedenen“ von vier österreichischen Autorinnen und durfte ihnen sogar eine Frage stellen.

(c) Judith Stehlik

Zuallererst möchte ich zugeben, dass ich noch nie zuvor auf einer Lesung war...

... also keine großen Erwartungen oder Ähnliches. Aber es gibt für alles ein erstes Mal, und ich ging mit einem positiven Eindruck nach Hause.

Backstage traf ich die Autorinnen und hatte eine Frage an sie. Sind sie momentan unzufrieden? Authentisch wäre es schon gewesen, aber nur mürrisch auf die Bühne kommen wäre wohl auch nichts. Die Antworten reichten von Jennifer Faschings „Ich bin die ganze Zeit unzufrieden!“ - erzählte sie mit einem Grinser im Gesicht - bis zu legitimen Gründen des Unzufrieden-Seins wie Kapitalismus, das Patriachat, toxische Wohlfühl-Utopie-Kultur oder der steigende Bierpreis.

Als Erstes las Maria Hofer aus ihrem neuen Roman und meine Gedanken waren ungefähr wie folgt: Okay, wow, das wird wohl von den vieren meine Lieblingslesung sein, das ist echt witzig.

Danach kam Maria Muhar auf die Bühne und übertraf mit den vorgelesenen Tagebucheinträgen einer ihrer Romanfiguren, eine depressive Autorin, die das Schreiben hasst, fast ihre Vorgängerin. 

Als drittes las Jennifer Fasching und ich hatte eine kleine Krise als ich feststellte, dass sie mit genauso viel Wortwitz und Schlagfertigkeit schreiben und lesen konnte, wie die anderen, und ich mich einfach nicht entscheiden konnte, wen ich am Besten fand.

Zum Schluss war es fast empörend lustig, wie Steffie Sargnagel zuerst erklärt, sie würde von den langweiligsten, fadesten Urlauben ihres Lebens erzählen, und dann muss man drei Tage nach der Lesung noch lachen, wenn man daran denkt. 

Ich kann es kaum erwarten, mehr Lesungen zu besuchen!